Mai 072007
 

Nach vielen Wochen Frühsommer im April regnet es heute wieder. Peter Aschoff macht sich Gedanken, ob sich unsere Einstellung zum Regen in Zukunft wandeln wird und wir Christen demnächst auch wieder um Regen beten werden/müssen.

Bei ihm findet man auch einen Link zu einem Artikel über den neuesten Klimabericht der UNO mit den verschiedenen wissenschaftlichen Kommentaren dazu.
Besonders interessant finde ich das Phänomen der „Kipp-Punkte“, die sich mit den bisherigen Rechenmodellen sehr schlecht voraussagen lassen. Eine bisher überschaubare und stetige Entwicklung kann sich (durch Rückkopplungsfaktoren) auf einmal dramatisch und unumkehrbar beschleunigen. Solche Kipp-Punkte können negative und positive Auswirkungen haben. Und sie können sich natürlich auch gegenseitig beeinflussen. Das bedeutet, dass im ganzen Bereich des Klimawandels über die grundsätzlichen Trends hinaus eigentlich gar nichts wirklich berechenbar ist.

Aber was heißt das? Weder positiver noch negativer Fatalismus ist realistisch:

  • Wir können uns weder darauf verlassen, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen,
  • noch kann man behaupten, dass wir jetzt sowieso nichts mehr ändern können.

Die Situation ist wirklich offen, und das bedeutet letztlich, dass es tatsächlich um das „Beten (auch um Regen) und das Tun des Gerechten (im Kleinen und im Großen)“ geht. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte sich nicht an schwankenden Prognosen orientieren, sondern an  geistlichen Zusammenhängen: Gott ist kein zeitloses Fatum, sondern er wartet auf unsere Gebete und verantwortlichen Taten.

Ich denke, es wird höchste Zeit, Jeremia und andere noch einmal sehr aufmerksam zu lesen.

Mai 062007
 

Freitag und Samstag hatten wir von HorizonT aus ein Seminar mit dem Thema „Schöpfung und Globale Erwärmung“. Es sieht so aus, als ob wir noch einmal neu überlegen müssen, was die kommenden Veränderungen des Weltklimas auch für uns als Gemeinschaft bedeuten.

Mir ist vor allem wichtig geworden, dass wir uns selbst und die Menschen um uns herum vor jeder Art von Zynismus bewahren müssen. Mit Zynismus meine ich: ein Sich-Einrichten im Schlimmen, mit irgendwelchen Argumentationen (von Nicht-wahr-haben-Wollen bis Resignation), die sich alle darin treffen, dass sie uns Umkehr und Engagement ersparen.

Die entscheidenden Probleme sind in den Köpfen (und Herzen) lokalisiert, sie sind geistlicher Art.

Für dieses Seminar habe ich in der vergangenen Woche gearbeitet, deshalb ist es hier mit Bonhoeffer nicht weitergegangen.

Für alle, die sich gewünscht hatten, dass man die Präsentation noch einmal nachlesen kann:
hier ist sie im OpenOffice-Format (1MB)
hier im Power-Point-Format (1,2 MB) für alle die nicht von Microsoft loskommen
hier im Flash-Format (300kB), dann aber ohne die netten Klick-Effekte
Allerdings ist das immer nur das argumentative Gerüst – was ich dazu erzählt habe, war nicht aufgeschrieben.

Eine-unbequeme-WahrheitDer Al Gore-Film („Eine unbequeme Wahrheit“) ist auch sehr zu empfehlen. Gut, wie er auch immer die tieferen Fragen nach der persönlichen Haltung stellt.

.

.