Okt 222007
 

Übersichtsseite zum Buch

Kapitel 1: Sühne/Versöhnung: das Problem, eine Geschichte und unsere Wahl, womit wir beginnen

  • Das Problem: funktioniert Sühne/Versöhnung?
    Die Theorie, wie Sühne/Versöhnung funktioniert, bringt uns zum Kern des Evangeliums. Sie beschreibt, was in Leben, Tod und Auferstehung Jesu eigentlich passiert ist. Das Problem: wirkt sich das auch so aus, dass man konkrete Folgen im Leben von Menschen erkennen kann? Wobei es nicht um einzelne gute oder schlechte Beispiele gehen kann, sondern um einen Gesamtblick auf die Folgen des Christentums. Eine neue Generation hat folgenlose Theorien über Sühne und Versöhnung genauso satt wie „ich bin nicht perfekt, aber mir ist vergeben“-Sprüche. Sie ist daran interessiert, ob Christen irgendwie anders sind. Diesem Interesse schließt sich McKnight ausdrücklich an. Heute kann nur noch etwas als gute Nachricht angesehen werden, was die verschiedenen Lebensdimensionen integriert und Gemeinschaft gestaltet. Und in diesem Sinn kann Sühne/Versöhnung als gute Nachricht beschrieben werden. Daran glaubt McKnight, weil er Geschichten wie die folgende kennt:
  • Eine Geschichte: Sühne/Versöhnung funktioniert
    Mc Knight erzählt die Geschichte von Dawn Husnick, die bei ihrer Arbeit als Krankenschwester in der Notaufnahme einem völlig verwahrlosten Obdachlosen begegnete und ihn so behandelte, dass die Liebe Jesu bis zu ihm durchdringen konnte. Als sie ihn ansah, verstand sie, dass sie in ihm Jesus begegnet war.
    Eine sehr eindrückliche Geschichte – nicht in ihrer Reichweite, sondern in der Qualität, und in der Dichte der Schilderung. Sie illustriert die Wirkung von Sühne/Versöhnung, und diese Wirkung wird in einer zerrissenen Welt dringend gebraucht.
    Aber wird so eine Frucht von Sühne/Versöhnung auch von unseren Theorien über Sühne/Versöhnung erfasst und gefördert? Es kommt an auf
  • Unsere Wahl: welche Theorie zu Sühne/Versöhnung wollen wir?
    Unsere Wahl an dieser Stelle entscheidet über die Art von Kirche, die wir prägen. Andererseits prägt unsere Art von Kirche auch das Evangelium, das wir verkünden. Könnte es sein, das unsere Theorien über Sühne/Versöhnung von dem Interesse geleitet sind, in unseren Gemeinden unter uns zu bleiben? Wir lesen die Texte der Tradition immer schon mit einer bestimmten Brille. Dieses Buch soll diese Lesegewohnheiten dekonstruieren, damit alternative Gemeinschaften entstehen können, in denen das Evangelium aus seinen Fesseln befreit werden kann.
    Die erste Frage, der man sich dabei stellen muss, ist die nach dem Ausgangspunkt einer Theologie der Sühne/Versöhnung.

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